Selbstgebauter Homeserver/NAS mit Ubuntu Server

In vielen Haushalten stehen mittlerweile zentrale Netzwerkspeicher, sogenannte NAS. Die Vorteile eines solchen Systems liegen auf der Hand. So hat man einen Datenspeicher der für den ganzen Haushalt z.B. Filme und Musik zur Verfügung stellt. Außerdem ermöglichen einem solche Systeme oft den Zugriff auf seine Daten von außerhalb des Hauses, ohne dass man seine Daten in fremde Hände geben muss. Auch die Backupstrategie wird vereinfacht wenn alle wichtigen Daten zentral vorgehalten werden.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten sich einen solchen Netzwerkspeicher zu besorgen. Entweder man kauft sich ein fertiges NAS System, oder man baut sich ein solches selbst. Dies bedeutet zwar mehr Arbeit, man wird dafür aber mit einem System belohnt, welches nahezu alle denkbaren Serverdienste zur Verfügung stellen kann. Unabhängig davon was der Hersteller an Funktionen eingebaut hat.

Seit 2009 tut mein bisheriger Homeserver zuverlässig seinen Dienst. Besonders aufgrund des mittlerweile völlig unzeitgemäßen Stromverbrauchs der alten Hardware war eine Überarbeitung angebracht. In dieser Artikelreihe beschreibe ich wie man sich einen Homeserver/NAS auf Basis von Ubuntu Server aufbauen  und konfigurieren kann, als flexible Alternative zu den heute häufig eingesetzten fertig NAS Systemen.

Die Anforderungen an das System sind folgende:

  1. Möglichst geringer Stromverbrauch, da das System 24/7 laufen soll
  2. Schutz der Daten vor einem Festplattenausfall durch Speicherung auf einem RAID Verbund.
  3. Bereitstellen von Netzwerkfreigaben zum einfachen Zugriff auf die Zentralen Daten mit Windows und Linux
  4. Synchronisieren bestimmter Daten über mehrere Geräte (so dass diese auch lokal vorliegen)
  5. Zugriff auf die Daten von unterwegs
  6. Datenbankserver für das Mediacenter KODI
  7. Streamen von Medien für unterwegs auf Mobilgeräte
  8. Tägliches automatisches und verschlüsseltes Backup der wichtigsten Daten auf einen Cloudspeicher außer Haus.
  9. Manuelles Backup sämtlicher Daten auf einen externen Datenträger

Später kam noch ein Tiny-Tiny RSS Reader hinzu.

Das Ganze wurde folgendermaßen umgesetzt (das Inhaltsverzeichnis):

Voraussetzung für die Umsetzung solcher Projekte ist natürlich dass man Interesse und Spaß an der Konfiguration und Nutzung von Computersystemen hat. Wer darauf keine Lust. oder wer dafür keine Zeit hat, ist selbstverständlich mit einem fertigen NAS System besser bedient.

Wer sich jedoch die Mühe macht ein solches System einzurichten erhält den flexibelsten Netzwerkspeicher den man haben kann. Da mit Ubuntu Server ein vollwertiges Betriebssystem genutzt wird, können spätere Wünsche oder neue Anforderungen problemlos umgesetzt werden.

 

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Der Homeserver an seinem Platz und sein Backup

 



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