Teil 8 – Selbstgebauter Homeserver/NAS: Backup

Dieser Artikel ist Teil der Reihe Selbstgebauter Homeserver/NAS mit Ubuntu Server


Da auf dem Homeserver, bzw. NAS alle wertvollen Daten gespeichert werden, sollen diese natürlich auch entsprechend gesichert werden. Vor einem Festplattenausfall schützt zwar das RAID, nicht jedoch vor versehentlichem, oder absichtlichem löschen von Dateien.

In diesem Artikel beschreibe ich zwei Backuplösungen, die beide parallel eingesetzt werden.

Einerseits findet ein tägliches, automatisches und verschlüsseltes Backup auf einen Cloudspeicher statt. Dieses ist stets aktuell und sichert außerdem auch den Zugriff auf die Dateien im Falle eines Wohnungsbrandes oder Diebstahls der eigenen Hardware. Durch die oftmals eingeschränkte Internetanbindung Zuhause und die Kosten für Cloudspeicherplatz ist es evtl. sinnvoll hier nicht alle Dateien zu sichern, und z.B. große Videodateien von der Cloudsicherung auszunehmen.

Zusätzlich werden ALLE Daten in unregelmäßigen Abständen manuell auf eine externe Festplatte gesichert. Diese Backup ist somit nicht immer ganz aktuell, enthält jedoch alle Dateien und ist im Normalfall nicht an einen Rechner angeschlossen. Dies schützt vor einem Amok laufenden Backupprogramm, sowie vor böswilligem löschen der Backups durch eine Person die sich unberechtigten Zugriff auf unser, oder das Cloudsystem verschafft haben könnte.

Das Cloudbackup

Hierfür nutze ich Duplicati 2.0, welches noch in der Preview Phase ist, bei mir jedoch seit vielen Monaten zuverlässig seinen Dienst tut. Das Programm unterstützt die Verschlüsselung von Backups, sowie eine Vielzahl an Speicheranbietern wie Amazon S3, Dropbox, Google Drive, Microsoft Azure, Microsoft One Drive oder den Zugriff via WebDAV, SSH oder das unsichere FTP. Das Backupprogramm lässt sich entweder über die Kommandozeile, oder bequem im Browser über ein Webinterface steuern.

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Selbstgebauter Homeserver/NAS mit Ubuntu Server

In vielen Haushalten stehen mittlerweile zentrale Netzwerkspeicher, sogenannte NAS. Die Vorteile eines solchen Systems liegen auf der Hand. So hat man einen Datenspeicher der für den ganzen Haushalt z.B. Filme und Musik zur Verfügung stellt. Außerdem ermöglichen einem solche Systeme oft den Zugriff auf seine Daten von außerhalb des Hauses, ohne dass man seine Daten in fremde Hände geben muss. Auch die Backupstrategie wird vereinfacht wenn alle wichtigen Daten zentral vorgehalten werden.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten sich einen solchen Netzwerkspeicher zu besorgen. Entweder man kauft sich ein fertiges NAS System, oder man baut sich ein solches selbst. Dies bedeutet zwar mehr Arbeit, man wird dafür aber mit einem System belohnt, welches nahezu alle denkbaren Serverdienste zur Verfügung stellen kann. Unabhängig davon was der Hersteller an Funktionen eingebaut hat.

Seit 2009 tut mein bisheriger Homeserver zuverlässig seinen Dienst. Besonders aufgrund des mittlerweile völlig unzeitgemäßen Stromverbrauchs der alten Hardware war eine Überarbeitung angebracht. In dieser Artikelreihe beschreibe ich wie man sich einen Homeserver/NAS auf Basis von Ubuntu Server aufbauen  und konfigurieren kann, als flexible Alternative zu den heute häufig eingesetzten fertig NAS Systemen.

Die Anforderungen an das System sind folgende:

  1. Möglichst geringer Stromverbrauch, da das System 24/7 laufen soll
  2. Schutz der Daten vor einem Festplattenausfall durch Speicherung auf einem RAID Verbund.
  3. Bereitstellen von Netzwerkfreigaben zum einfachen Zugriff auf die Zentralen Daten mit Windows und Linux
  4. Synchronisieren bestimmter Daten über mehrere Geräte (so dass diese auch lokal vorliegen)
  5. Zugriff auf die Daten von unterwegs
  6. Datenbankserver für das Mediacenter KODI
  7. Streamen von Medien für unterwegs auf Mobilgeräte
  8. Tägliches automatisches und verschlüsseltes Backup der wichtigsten Daten auf einen Cloudspeicher außer Haus.
  9. Manuelles Backup sämtlicher Daten auf einen externen Datenträger

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Backups mit Duplicity und Scduply auf Dropbox

In vorherigen Artikeln habe ich die Einrichtung von Backups mit Duplicity und Scduply(Verschlüsselte Onlinebackups mit duplicity und scduply) beschrieben.

Als weitere Alternative soll hier nun die Nutzung von Dropbox gezeigt werden, welche ja ebenfalls günstigen Speicherplatz in großen Mengen anbietet. Da die Backups vor dem Upload auf dem Client verschlüsselt werden spielen auch Privatsphärenbedenken gegenüber Dropbox keine Rolle. Die Backups werden durch die Dropbox API direkt in die Dropbox hochgeladen, so dass der normale Syncclient nicht auf dem Rechner laufen muss.

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Verschlüsselte Onlinebackups mit duplicity und scduply

Duplicity ist ein mächtiges Kommandozeilentool um vollständige oder inkrementelle Backups zu machen. Die Backups können verschlüsselt werden und lokal, oder auf fast allen Cloudspeicherdiensten abgelegt werden. Dazu unterstützt Duplicity sowohl gängige Protokolle wie SSH oder WebDAV als auch die APIs von z.B. Amazon Web Services oder Dropbox. Duplicity ist unter Ubuntu standardmäßig installiert und das Backuptool deja-dup der Ubuntu Desktopversion ist nur eine GUI für duplicity. Backups die mit Duplicity erstellt wurden können somit auch mit Deja-dup zurückgespiel werden und umgekehrt.

Da die Konfiguration von Duplicity etwas sperrig ist und endlos lange Kommandos erfordert gibt es einige Skripte, welche die Nutzung vereinfachen. Eines der bekanntesten ist Duply. Ich verwende eine Weiterentwicklung von Duply mit dem Namen SkyCover Duply bzw. scduply. Der Vorteil von Scduply ist, neben der einfachen Konfiguration auch dass es schön aufbereitete Statusmails versenden kann.

scduply_status

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