Munin Master-Node Verbindung über TLS herstellen

Den meisten dürfte Munin wohl bekannt sein, da es sich um ein Projekt handelt welches schon lange existiert. Munin ist eine Software zum Überwachen von Computern, besonders von Servern. Munin ist durch Plugins erweiterbar, kann aber bereits standardmäßig eine große Anzahl von Informationen sammeln, wie z.B. Prozessorauslastung, Festplattenbelegung, Netzwerktraffic usw.

Es eignet sich dabei sowohl zum Überwachen eines einzelnen Servers oder einer Vielzahl von Servern. Werden mehrere Maschinen überwacht, so fungiert ein Server als sogenannter Master. Auf diesem werden die Informationen von allen Maschinen gesammelt und ausgewertet. Die anderen Server werden als Nodes bezeichnet. Die Nodes sammeln nur Daten auf der lokalen Maschine und stellen sie dem Master zur Verfügung.

Standardmäßig fragt Munin nur den lokalen Rechner ab. Durch hinzufügen zusätzlicher Nodes in der /etc/munin/munin.conf werden auch die Informationen der entfernten Nodes abgeholt.

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Zeilennummern bei Gedit / Gnome Texteditor einschalten

 

Hier ein kurzer Beitrag aus der imaginären Reihe „ach, das geht?“ Was unter Windows das Notepad ist, ist unter der Gnome Desktopumgebung Gedit. Er ist der Standard-Texteditor der Gnome Desktopumgebung, der mir allerdings nie durch seinen Funktionsumfang oder Bedienkomfort aufgefallen ist.

Was mir häufig gefehlt hat, war die Möglichkeit Zeilennummern einzublenden. Wie sich herausgestellt hat, kann Gedit das allerdings sehr wohl und noch einiges mehr, was mir auch nicht bewusst war. So lässt er sich z.B. mit Plugins erweitern.

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Terabyte Traffic an DSL geknackt

Aufgrund diverser Offsite-Backup Experimente habe ich vergangenen Monat zum ersten Mal bewusst die Terabyte Marke am heimischen DSL-Anschluss geknackt. Dabei ist mir wieder einiges Klar geworden, was die Einschränkungen unserer Internetleitungen angeht.

Abgesehen von der geringen Upstream Bandbreite (VDSL 50/10) ist auch der DSL reconnect alle 24 Stunden ein Fluch.
Auch wenn diese Datenmenge zumindest bei mir die Ausnahme ist, so zeigt es doch dass man in diese Situation laufen kann. Tarife mit irgendwelchen Volumenbeschränkungen sind zuhause also völlig indiskutabel.

Ich werde also weiter die Augen offen halten und hoffen dass auch bei mir irgendwann ein Anbieter einen Tarif mit akzeptablem Upstream und ohne Zwangstrennung anbietet (vielleicht sogar mit statischer IP *hoff*). Gerne auch für einen Aufpreis.

Aber anstatt uns zusätzliche Features zu verkaufen versuchen die Telkos nur sich im Preis zu unterbieten, als ob der Preis bei der Produktwahl das einzige Kriterium für uns Kunden wäre.

Also bitte Telkos, tut etwas! Damit wir die Zukunft von gestern wenigstens Morgen erleben dürfen.

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Unsortierte Shell Kommandos und Einstellungen #1

Nach einer Neuinstallation des Computers stellt man vielleicht fest, dass man sich an den einen oder anderen, häufig genutzten Befehl nicht mehr erinnert, da man ihn immer nur aus der Shell History aufgerufen hat. Oder man vermisst eine Einstellung, erinnert sich aber nicht mehr wo und wie diese vorgenommen wird. So erging es mir jedenfalls schon das eine oder andere Mal.

Aus diesem Grund erstelle ich in Zukunft hin und wieder einen Artikel wie diesen, mit unsortierten, aber nützlichen Shell-Befehlen und Einstellungen.

Vielleicht findet auch der oder die Eine oder Andere auch noch etwas nützliches dabei.

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Antergos: Links werden nicht im Standardbrowser geöffnet

Mittlerweile verstecken sich viele Zusatzinformationen wie Hilfeeinträge in Programmen, oder Statusinformationen bei einem Klick auf Tray-Icons auf Webseiten. Ein Klick auf einen solchen Link, z.B. in der Nextcloud App o.ä. soll dann den im System eingestellten Standardbrowser öffnen und die verlinkte Webseite anzeigen.

Bei meinem Desktop mit Antergos Linux hatte ich leider die Situation, dass solche Links immer im Firefox geöffnet wurden, obwohl Chromium eigentlich als Standardbrowser im System gesetzt war.

Nach einigem suchen und probieren, habe ich herausgefunden dass in der MIME-Type Zuordnung des Users im Homeverzeichnis unter ~/.config/mimeapps.list, allen HTML Dateien der Browser Firefox zugeordnet war. Diese Zuordnung schlägt wohl manchmal die Standardeinstellung über die GUI.

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fotor.com – komfortable Bildbearbeitungsapp im Browser

Die perfekte Bildbearbeitungssoftware hat einen großen Funktionsumfang und ist trotzdem leicht und intuitiv zu bedienen. Leider ist dies ein Spagat, den noch keiner geschafft hat. Aus diesem Grund haben sich zwei Arten von Bildbearbeitungssoftware entwickelt. Die großen, umfangreichen Desktopprogramme wie Photoshop und GIMP, die an Funktionen keine Wünsche offen lassen, allerdings auch viel Einarbeitung benötigen. Die zweite Kategorie sind kleine Bildbearbeitungsprogramme, die einfach zu bedienen sind, aber einen eher geringen Funktionsumfang haben.

fotor.com Editor ist sicher eher zu zweiteren zu zählen und wird eben deshalb sehr von mir geschätzt. Als Webapp im Browser lässt sich der Fotor Editor ohne Installation auf jedem System nutzen, auf welchem eingeeigneter Browser installiert ist.

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Zugriffsrechte auf gemeinsame Dateien für mehrere User mit bindfs festlegen

Ich stand an mehreren Stellen vor dem Problem, auf einen gemeinsamen Ordner und Dateien mit verschiedenen Benutzern zugreifen zu wollen. Aus Sicherheitsgründen sollten allerdings nicht alle Benutzer Lese- und Schreibrechte haben, sondern ich wollte die Rechte gerne feiner festlegen.

Das Problem

Konkret hatte ich zwei Fälle.

  1. Lokale User sollten über SAMBA Shares lesend und schreibend auf die Files zugreifen können.
  2. Ein lokal installierter Webserver soll nur lesend auf die Dateien zugreifen können
  3. Ein externer Server soll über einen SSH Zugang lesen und schreiben können.

im zweiten Fall sollte

  1. ein Webserver lesend und schreibend auf ein Verzeichnis und Dateien zugreifen können
  2. ein weiterer Benutzer lesend und schreibend auf das selbe Verzeichnis und Dateien zugreifen.

Grundsätzlich lassen sich beide Fälle lösen, indem alle Benutzer die auf das Verzeichnis lesend und schreibend zugreifen können sollen in eine Benutzergruppe gepackt werden und diese als primäre Gruppe festgelegt wird. Dies war auch meine ursprüngliche Lösung.

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Geoposition eines Bildes im Gnome-Bildbetrachter anzeigen

Eine Funktion die ich bei diversen Bildergalerie Apps auf dem Handy sehr schätze, ist die Möglichkeit den Aufnahmeort eines Fotos direkt in der App auf einer Landkarte anzuzeigen. Auf dem PC habe ich diese Funktion immer vermisst.

Zufällig habe ich jedoch vor kurzem herausgefunden dass sich Eye of Gnome, bzw. der Gnome Bildbetrachter über Plugins mit genau dieser Funktion ausrüsten lässt. Nach dem aktivieren des entsprechenden Plugins wird rechts in der Seitenleiste des Bildbetrachters eine Karte von Open Street Map eingeblendet auf der der Aufnahmeort des geöffneten Bildes markiert wird.
Wenn sich im Ordner des gerade geöffneten Bildes mehrere Bilddateien befinden, so wird auch deren Geoinformation auf der Karte angezeigt. Durch einen Klick auf eine der Nadeln auf der Karte wird dann das entsprechenden Bild geöffnet. In die Karte kann man beliebig hinein- und herauszoomen.

Zum aktivieren von Plugins in Eye of Gnome muss zuerst das Paket

eog-plugins

installiert werden.

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Zustand der Bios Batterie im Terminal abfragen

Auf der Hauptplatine von Desktoprechnern befindet sich eine Knopfzelle, die dafür sorgt dass das Bios/Uefi auch bei abgeschalteter Stromversorgung seine Einstellungen nicht verliert. Diese Batterie hält viele Jahre, evtl. sogar ein ganzes Computerleben.

Wenn sich die Bios Einstellungen jedoch plötzlich zurücksetzen, oder die Systemuhr nicht mehr stimmt, dann kann dies an einer leeren Biosbatterie liegen.

Unter Linux lässt sich der Zustand der Batterie im Terminal abfragen mit:

cat /proc/driver/rtc | grep batt_status

Ist die Batterie in Ordnunung, erhält man ein okay als Antwort. Ist die Batterie leer wird mit einem dead geantwortet und die Batterie muss getauscht werden.



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Titelbild „computer-motherboard-mainboard-87178“ von Pixabay steht unter Creative Commons CC0

Seltsame DNS-Anfragen beim Starten von Chromium/Google Chrome

Es war einer dieser Abende an dem ich „nur mal kurz“ etwas testen wollte, über ein Ereignis gestolpert bin, anschließend vom Hundertsten ins Tausendste gekommen, um am Ende meine Browserwahl hinterfragen zu müssen.

Ihr kennt das.

Eigentlich wollte ich versuchen den SMB-Traffic zwischen meinem Homeserver und den Linux-Clients zu verschlüsseln, da ich gelesen hatte dass dies ab SMB Version 3 implementiert ist und der Samba Server ab Version 4.1 dies unterstützt. Leider funktioniert das nur mit neueren Windows Clients, da der Linux Client cifs-vfs (im Paket cifs-utils) Verschlüsselung bisher leider noch nicht integriert hat.

Beim Überprüfen ob der Traffic jetzt wirklich verschlüsselt ist oder nicht, ist mir aufgefallen dass mein Computer in unregelmäßigen Abständen seltsame DNS-Anfragen gestellt hat.

So zeigte Wireshark dass z.B. versucht wurde lhoxswzjeosw oder aqxoikiod (bzw. lhoxswzjeosw.fritz.box oder aqxoikiod.fritz.box wenn die Fritzbox als DNS Server gesetzt war) aufzulösen.

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