Munin Master-Node Verbindung über TLS herstellen

Den meisten dürfte Munin wohl bekannt sein, da es sich um ein Projekt handelt welches schon lange existiert. Munin ist eine Software zum Überwachen von Computern, besonders von Servern. Munin ist durch Plugins erweiterbar, kann aber bereits standardmäßig eine große Anzahl von Informationen sammeln, wie z.B. Prozessorauslastung, Festplattenbelegung, Netzwerktraffic usw.

Es eignet sich dabei sowohl zum Überwachen eines einzelnen Servers oder einer Vielzahl von Servern. Werden mehrere Maschinen überwacht, so fungiert ein Server als sogenannter Master. Auf diesem werden die Informationen von allen Maschinen gesammelt und ausgewertet. Die anderen Server werden als Nodes bezeichnet. Die Nodes sammeln nur Daten auf der lokalen Maschine und stellen sie dem Master zur Verfügung.

Standardmäßig fragt Munin nur den lokalen Rechner ab. Durch hinzufügen zusätzlicher Nodes in der /etc/munin/munin.conf werden auch die Informationen der entfernten Nodes abgeholt.

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Zeilennummern bei Gedit / Gnome Texteditor einschalten

 

Hier ein kurzer Beitrag aus der imaginären Reihe „ach, das geht?“ Was unter Windows das Notepad ist, ist unter der Gnome Desktopumgebung Gedit. Er ist der Standard-Texteditor der Gnome Desktopumgebung, der mir allerdings nie durch seinen Funktionsumfang oder Bedienkomfort aufgefallen ist.

Was mir häufig gefehlt hat, war die Möglichkeit Zeilennummern einzublenden. Wie sich herausgestellt hat, kann Gedit das allerdings sehr wohl und noch einiges mehr, was mir auch nicht bewusst war. So lässt er sich z.B. mit Plugins erweitern.

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Unsortierte Shell Kommandos und Einstellungen #1

Nach einer Neuinstallation des Computers stellt man vielleicht fest, dass man sich an den einen oder anderen, häufig genutzten Befehl nicht mehr erinnert, da man ihn immer nur aus der Shell History aufgerufen hat. Oder man vermisst eine Einstellung, erinnert sich aber nicht mehr wo und wie diese vorgenommen wird. So erging es mir jedenfalls schon das eine oder andere Mal.

Aus diesem Grund erstelle ich in Zukunft hin und wieder einen Artikel wie diesen, mit unsortierten, aber nützlichen Shell-Befehlen und Einstellungen.

Vielleicht findet auch der oder die Eine oder Andere auch noch etwas nützliches dabei.

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Antergos: Links werden nicht im Standardbrowser geöffnet

Mittlerweile verstecken sich viele Zusatzinformationen wie Hilfeeinträge in Programmen, oder Statusinformationen bei einem Klick auf Tray-Icons auf Webseiten. Ein Klick auf einen solchen Link, z.B. in der Nextcloud App o.ä. soll dann den im System eingestellten Standardbrowser öffnen und die verlinkte Webseite anzeigen.

Bei meinem Desktop mit Antergos Linux hatte ich leider die Situation, dass solche Links immer im Firefox geöffnet wurden, obwohl Chromium eigentlich als Standardbrowser im System gesetzt war.

Nach einigem suchen und probieren, habe ich herausgefunden dass in der MIME-Type Zuordnung des Users im Homeverzeichnis unter ~/.config/mimeapps.list, allen HTML Dateien der Browser Firefox zugeordnet war. Diese Zuordnung schlägt wohl manchmal die Standardeinstellung über die GUI.

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Zugriffsrechte auf gemeinsame Dateien für mehrere User mit bindfs festlegen

Ich stand an mehreren Stellen vor dem Problem, auf einen gemeinsamen Ordner und Dateien mit verschiedenen Benutzern zugreifen zu wollen. Aus Sicherheitsgründen sollten allerdings nicht alle Benutzer Lese- und Schreibrechte haben, sondern ich wollte die Rechte gerne feiner festlegen.

Das Problem

Konkret hatte ich zwei Fälle.

  1. Lokale User sollten über SAMBA Shares lesend und schreibend auf die Files zugreifen können.
  2. Ein lokal installierter Webserver soll nur lesend auf die Dateien zugreifen können
  3. Ein externer Server soll über einen SSH Zugang lesen und schreiben können.

im zweiten Fall sollte

  1. ein Webserver lesend und schreibend auf ein Verzeichnis und Dateien zugreifen können
  2. ein weiterer Benutzer lesend und schreibend auf das selbe Verzeichnis und Dateien zugreifen.

Grundsätzlich lassen sich beide Fälle lösen, indem alle Benutzer die auf das Verzeichnis lesend und schreibend zugreifen können sollen in eine Benutzergruppe gepackt werden und diese als primäre Gruppe festgelegt wird. Dies war auch meine ursprüngliche Lösung.

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Geoposition eines Bildes im Gnome-Bildbetrachter anzeigen

Eine Funktion die ich bei diversen Bildergalerie Apps auf dem Handy sehr schätze, ist die Möglichkeit den Aufnahmeort eines Fotos direkt in der App auf einer Landkarte anzuzeigen. Auf dem PC habe ich diese Funktion immer vermisst.

Zufällig habe ich jedoch vor kurzem herausgefunden dass sich Eye of Gnome, bzw. der Gnome Bildbetrachter über Plugins mit genau dieser Funktion ausrüsten lässt. Nach dem aktivieren des entsprechenden Plugins wird rechts in der Seitenleiste des Bildbetrachters eine Karte von Open Street Map eingeblendet auf der der Aufnahmeort des geöffneten Bildes markiert wird.
Wenn sich im Ordner des gerade geöffneten Bildes mehrere Bilddateien befinden, so wird auch deren Geoinformation auf der Karte angezeigt. Durch einen Klick auf eine der Nadeln auf der Karte wird dann das entsprechenden Bild geöffnet. In die Karte kann man beliebig hinein- und herauszoomen.

Zum aktivieren von Plugins in Eye of Gnome muss zuerst das Paket

eog-plugins

installiert werden.

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Zustand der Bios Batterie im Terminal abfragen

Auf der Hauptplatine von Desktoprechnern befindet sich eine Knopfzelle, die dafür sorgt dass das Bios/Uefi auch bei abgeschalteter Stromversorgung seine Einstellungen nicht verliert. Diese Batterie hält viele Jahre, evtl. sogar ein ganzes Computerleben.

Wenn sich die Bios Einstellungen jedoch plötzlich zurücksetzen, oder die Systemuhr nicht mehr stimmt, dann kann dies an einer leeren Biosbatterie liegen.

Unter Linux lässt sich der Zustand der Batterie im Terminal abfragen mit:

cat /proc/driver/rtc | grep batt_status

Ist die Batterie in Ordnunung, erhält man ein okay als Antwort. Ist die Batterie leer wird mit einem dead geantwortet und die Batterie muss getauscht werden.



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Shellscript ohne execute-flag im Terminal ausführen

Normalerweise muss zum Ausführen einer Datei unter Linux zuerst mit chmod das execute-flag gesetzt werden. Also z.B. chmod +x Dateiname, oder chmod 744 Dateiname. Damit wird die Datei für alle, oder nur dem Besitzer der Datei, ausführbar gemacht. Versucht man ein Skript  direkt auszuführen, für welches dieses Flag nicht gesetzt ist erhält man eine Fehlermeldung.

Möchte man ein Shellscript ausführen, für welches man das Execute-Flag aus Sicherheits- oder sonstigen Gründen nicht setzen möchte, so kann man dies tun indem das Script im Terminal mit dem Befehl sh aufgerufen wird.

sh skriptname.sh

Auf diese Weise lassen sich auch andere Skripte wie PHP oder Python Skripte im Terminal ausführen, sofern der entsprechende Interpreter installiert ist.

python skriptname.py

php skriptname.php


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GUI Programme mit Root-Rechten aufrufen

Manchmal kann es vorkommen dass man ein Programm mit grafischer Benutzeroberfläche wie z.B. Gedit oder Nautilus mit Rootrechten aufrufen möchte/muss. Man sollte es vermeiden das Programm einfach im Terminal mit dem Befehl sudo gedit aufzurufen. Dies funktioniert zwar, allerdings besteht die Gefahr dass das Programm dann mit Rootechten die eigene Konfigurationsdateien im Home-Verzeichnis des ursprünglichen Benutzers überschreibt und diese Dateien beim nächsten Start des Programms mit Userrechten nicht mehr gelesen werden können.

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OpenVPN Server mit IPv4 und IPv6

Ich nutze schon länger einen eigenen VPN Server auf Basis von OpenVPN um meinen Internettraffic in öffentlichen, nicht vertrauenswürdigen Netzwerken zu verschlüsseln. Dieser hat allerdings nur einen IPv4 Tunnel unterstützt. Meine wenig zufriedenstellende Lösung für dieses Problem war immer das deaktivieren von IPv6 in solchen Situationen, um sicherzustellen dass keine Daten über die IPv6 Verbindung am VPN vorbei gelangen.

Da ich diese Situation für nicht akzeptabel hielt habe ich schon länger versucht den Server so zu konfigurieren dass der Client auch eine IPv6 Adresse erhält und IPv6 Traffic durch den VPN Tunnel geleitet wird.

Der einfachste Weg dies zu realisieren war lange Zeit die Nutzung der OpenVPN kompatiblen VPN Software pritunl. Pritunl lässt sich schnell einrichten, lässt sich einfach über ein Webinterface konfigurieren und unterstützt auch IPv6.
Allerdings war Pritunl bei mir nie so zuverlässig wie mein alter OpenVPN Server. Außerdem vergibt Pritunl keine öffentlichen IPv6 Adressen an die Clients sondern, sondern private und leitet den Traffic via NAT über die öffentliche Adresse des Servers. Aus diesem Grund war ich mit Pritunl leider auch nicht zufrieden.

Meine Wunsch war der Aufbau eines Tunnels über IPv4 (da eine IPv4 Verbindung i.d.R. immer vorhanden ist). Außerdem sollte darüber der IPv6 Traffic getunnelt werden und die Clients sollen eine öffentliche IPv6 Adresse aus dem /64 des Servers erhalten

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