GUI Programme mit Root-Rechten aufrufen

Manchmal kann es vorkommen dass man ein Programm mit grafischer Benutzeroberfläche wie z.B. Gedit oder Nautilus mit Rootrechten aufrufen möchte/muss. Man sollte es vermeiden das Programm einfach im Terminal mit dem Befehl sudo gedit aufzurufen. Dies funktioniert zwar, allerdings besteht die Gefahr dass das Programm dann mit Rootechten die eigene Konfigurationsdateien im Home-Verzeichnis des ursprünglichen Benutzers überschreibt und diese Dateien beim nächsten Start des Programms mit Userrechten nicht mehr gelesen werden können.

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Mit mp3splt Audiodateien nach bestimmter Länge bei Stille schneiden

Leider sind die von mir genutzten Mediacenter nicht in der Lage sich bei Audiodateien die Stelle zu merken an welcher man aufgehört hat zu hören. Bei Filmen ist diese Funktion eine Selbstverständlichkeit, bei Audio leider nicht, was besonders bei sehr langen Audiodateien wie Hörbücher ein Problem ist.

Um nicht immer an die Stelle spulen zu müssen an der ich aufgehört habe zu hören wollte ich meine Hörbücher in mehrere kleine Stücke zerteilen, um schnell an eine bestimmte Stelle springen zu können. Noch schöner wären natürlich Kapitelmarken in Audiodateien, aber diese Funktion hat sich leider außerhalb von Podcasts noch nicht wirklich durchgesetzt.

Zum einfachen Zerteilen von Mp3 Dateien bietet sich unter Ubuntu das Programm mp3splt an, welches als Kommandozeilenwerkzeug einfach aus den Paketquellen installiert werden kann. Bis Ubuntu 15.10 war auch die GUI Version mp3splt-gtk in den Paketquellen enthalten. Wer möchte kann sich das .deb Paket aus dieser Version nach wie vor bei packages.ubuntu.com herunterladen und installieren, allerdings gibt es dann dafür keine Updates und ich fand die Kommandozeilenversion deutlich einfacher zu bedienen als das unübersichtliche GUI.

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Ubuntu Sperrbildschirm nach Standby deaktivieren

Wenn ich meinen Ubuntu (Gnome) Laptop zuklappe lasse ich diesen in den Standby gehen. Da ich den Computer hautsächlich zu hause nutze stört es mich dass ich jedes mal nach dem aufwecken das Passwort eingeben muss.

Ich wusste dass man im dconf-editor den Lock Screen komplett deaktivieren kann. Das wollte ich jedoch nicht, da ich weiterhin die Möglichkeit haben will den Bildschirm manuell zu sperren.

Zum Glück gibt es im dconf-editor jedoch auch eine Einstellung um nur den Lockscreen nach dem Standby zu deaktivieren.

Sofern der dconf-editor nicht installiert ist kann man das mit

sudo apt-get install dconf-editor

nachholen. Weiterlesen

Ubuntu Desktophintergrund auf mehrere Monitore strecken

Zu Hause am Schreibtisch nutze ich zwei Monitore an meinem Desktoprechner. Schon immer fand ich es schade dass es Ubuntu nur erlaubt das gleiche Desktop Wallpaper auf beiden Monitoren anzuzeigen. Ich hätte gerne ein großes Bild über beide Monitore gestreckt.

Deshalb habe ich mich aufgemacht un ein Programm gesucht, welches dies ermöglicht. Bei Webupd8 bin ich dann auf das Programm SyncWall gestoßen, welches unter Ubuntu bequem aus dem Webupd8 Repository installiert werden kann. Das Projekt selbst ist bei Sourceforge untergebracht

Zur Installation muss das zuerst das Repository hinzugeführt werden, anschließend kann SyncWall auf gewohnte Weise mittels apt-get installiert werden.

sudo add-apt-repository ppa:nilarimogard/webupd8
sudo apt-get update
sudo apt-get install syncwall

Nach dem Start muss in SyncWall unter Preferences -> Display Parameters -> Basic der Punkt „Multi monitor display“ auf „Extend image (one file for all monitors)“ gestellt werden.

syncwall-preferences

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Selbstgebauter Homeserver/NAS mit Ubuntu Server

In vielen Haushalten stehen mittlerweile zentrale Netzwerkspeicher, sogenannte NAS. Die Vorteile eines solchen Systems liegen auf der Hand. So hat man einen Datenspeicher der für den ganzen Haushalt z.B. Filme und Musik zur Verfügung stellt. Außerdem ermöglichen einem solche Systeme oft den Zugriff auf seine Daten von außerhalb des Hauses, ohne dass man seine Daten in fremde Hände geben muss. Auch die Backupstrategie wird vereinfacht wenn alle wichtigen Daten zentral vorgehalten werden.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten sich einen solchen Netzwerkspeicher zu besorgen. Entweder man kauft sich ein fertiges NAS System, oder man baut sich ein solches selbst. Dies bedeutet zwar mehr Arbeit, man wird dafür aber mit einem System belohnt, welches nahezu alle denkbaren Serverdienste zur Verfügung stellen kann. Unabhängig davon was der Hersteller an Funktionen eingebaut hat.

Seit 2009 tut mein bisheriger Homeserver zuverlässig seinen Dienst. Besonders aufgrund des mittlerweile völlig unzeitgemäßen Stromverbrauchs der alten Hardware war eine Überarbeitung angebracht. In dieser Artikelreihe beschreibe ich wie man sich einen Homeserver/NAS auf Basis von Ubuntu Server aufbauen  und konfigurieren kann, als flexible Alternative zu den heute häufig eingesetzten fertig NAS Systemen.

Die Anforderungen an das System sind folgende:

  1. Möglichst geringer Stromverbrauch, da das System 24/7 laufen soll
  2. Schutz der Daten vor einem Festplattenausfall durch Speicherung auf einem RAID Verbund.
  3. Bereitstellen von Netzwerkfreigaben zum einfachen Zugriff auf die Zentralen Daten mit Windows und Linux
  4. Synchronisieren bestimmter Daten über mehrere Geräte (so dass diese auch lokal vorliegen)
  5. Zugriff auf die Daten von unterwegs
  6. Datenbankserver für das Mediacenter KODI
  7. Streamen von Medien für unterwegs auf Mobilgeräte
  8. Tägliches automatisches und verschlüsseltes Backup der wichtigsten Daten auf einen Cloudspeicher außer Haus.
  9. Manuelles Backup sämtlicher Daten auf einen externen Datenträger

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TLP immer im Stromsparmodus starten

TLP ist ein Programm für Linux das einen Computer, je nachdem ob dieser am Stromnetz hängt oder von einem Akku angetrieben wird, in unterschiedliche Stromsparmodi versetzt. TLP kommt direkt nach der Installation mit einer brauchbaren Konfiguration daher, so dass nur bei Bedarf die einzelnen Stromspareinstellungen konfiguriert werden müssen. TLP startet automatisch beim booten des Rechners und schaltet automatisch zwischen Stromsparmodus im Batteriebetrieb und Leistungsmodus im Netzbetrieb um.

Details zu TLP und eine Installationsanleitung gibt es auf der offiziellen Homepage

Bei meinem Laptop führt der Stromsparmodus zu einer deutlich geringeren Temperatur des Computers und damit auch zu einem deutlich geringeren Lärmpegel, da der Lüfter praktisch nie auf eine hörbahre Drehzahl aufdreht. Aus diesem Grund möchte ich gerne dass TLP immer im Stromsparenden Batterie Modus startet, auch wenn der Laptop am Netzkabel hängt.

Dies erreicht man, indem in die Datei /etc/rc.local vor Exit 0 der Befehl „/usr/sbin/tlp bat“ eingetragen wird.

tlp-batmode

Wenn ich doch mehr Leistung benötige schalte ich TLP mit „sudo tlp ac“ in den Leistungsmodus. In den Batteriemodus wird dementsprechend wieder mit „sudo tlp bat“ geschaltet.

Wenn man den Netzstecker abzieht und später wieder einsteckt schaltet TLP den Stromsparmodus auch wieder aus. Dann muss dieser, wenn gewünscht, von Hand wieder aktiviert werden.

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Die gleichen Pakete auf mehreren Ubuntu Maschinen installieren

Wenn man ein System umzieht, oder man mehrere Systeme mit den gleichen Aufgaben aufsetzt muss man auch auf allen Systemen die gleichen Pakete installieren. Dpkg (Debian Package) bietet die Möglichkeit eine Liste mit installierten Paketen zu exportieren und auf einem anderen System wieder zu importieren. Damit spart man sich das manuelle abtippen und installieren einer evtl. sehr großen Paketliste.

Zuerst exportiert man die Paketliste auf dem bereists eingerichteten System mit

$ dpkg --get-selections > package.list

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Nützliche Ubuntu Desktop Tipps und Shortcuts

* markierten Text mit mittlerer Maustaste einfügen

markierter Text (z.B. im Webbrowser) kann durch drücken der mittleren Maustaste einfach in ein anderes Programm (z.B. eine neue Email, oder ein Textbearbeitungsprogramm) eingefügt werden, ohne den Text über das Kontextmenü oder eine Tastenkombination zuerst zu kopieren und dann einzufügen.

copy-text

* Screenshot vom aktuellen Fenster mit ALT+DRUCK

Somit kann man einfach einen Screenshot des aktiven Fensters machen, ohne das Screenshottool aufrufen zu müssen.

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command-not-found: Vorschläge welches Paket ein fehlendes Programm enthält

Wenn man unter Ubuntu auf der Kommandozeile versucht ein Programm auszuführen welches nicht installiert ist erhält man logischweise eine Fehlermeldung, wie die folgende:

$ iostat
-bash: iostat: Befehl nicht gefunden

Wenn man command-not-found installiert hat erhält man stat der Fehlermeldung einen Vorschlag welches Paket man installieren muss um das gewünschte Programm auszuführen.

$ iostat
Die Anwendung »iostat« ist momentan nicht installiert. Sie können sie durch folgende Eingabe installieren:
sudo apt-get install sysstat

Command-not-found ist bei Ubuntu standardmäßig installiert, nicht jedoch wenn es sich um eine Minimalinstallation handelt. In diesem Fall kann das hilfreiche Tool einfach aus den Ubuntu Paketquellen nachinstalliert werden mit:

sudo apt-get install command-not-found

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