TOP – Ein Standardprogramm zum Anzeigen von Prozessen und Systemresourcen

Das Programm Top ist sicherlich den meisten ein Begriff. Beim Aufruf in einem Terminalfenster mit dem Befehl „top“ werden einem mehr oder weniger übersichtlich Informationen zu den Systemressourcen und den laufenden Prozessen angezeigt.

Im Gegensatz zum beliebten Htop, welches den gleichen Zweck etwas übersichtlicher erfüllt, ist Top bei den meisten Linuxdistributionen standardmäßig installiert. Das Vorhandensein von Top auf einem Linuxrechner kann quasi vorausgesetzt werden. Auch wenn man auf einem System arbeitet auf dem Htop nicht installiert ist und man nicht die Rechte hat Programme nachzuinstallieren, kann man mit Top einen Überblick über die verfügbaren und verwendeten Systemressourcen sowie die laufenden Prozesse gewinnen.

Ich dachte also dass es sich lohnt sich einmal etwas genauer mit Top auseinanderzusetzen.

Top kann ohne weitere Parameter mit dem Befehl top aufgerufen werden und empfängt einen dann mit folgender Übersicht

top-1

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sshuttle: einfache und schnelle VPN Alternative

Über die Einrichtung und Nutzung eines virtuellen privaten Netzwerks mit OpenVPN habe ich bereits einige Beiträge geschrieben. Unter bestimmten Umständen kann man sich jedoch die Einrichtung eines VPNs sparen und stattdessen einfahc einen SSH-Tunnel mit dem Programm sshuttle nutzen. Dies bietet einige Vorteile, z.B. benötigt man auf dem Server keinen Rootzugriff. Sshuttle erwartet auf dem Server nur einen installierten SSH-Server und Python 2.7. Nach der Installation auf dem Client kann sofort ein Tunnel zu oder über einen beliebigen Server aufgebaut werden, auf den man per SSH Zugriff hat.
Ein Nachteil ist u.U. die Nutzung des Kommandozeilenprogramms sshuttle selbst. Für Smartphones und Tablets ist diese VPN Alternative also kaum sinnvoll nutzbar. Außerdem unterstützt sshuttle nur TCP Verbindungen. UDP Verbindungen oder ein Ping per ICMP funktionieren durch den sshuttle Tunnel nicht.
Einzige Ausnahme ist die Weiterleitung von DNS Anfragen über UDP bei Verwendung des Parameters –dns.

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Netzwerktraffic einzelner Prozesse anzeigen mit nethogs

Wenn der Netzwerkverkehr plötlzich ansteigt, oder man einfach herausfinden möchte welches Programm am meisten Traffic verursacht hilft einem das Kommandozeilentool nethogs.

Im Gegensatz zu anderen Programmen die den Netzwerkverkehr beobachten zeigt nethogs den ein- und ausgehenden Netzwerkverkehr nach Prozessen an und nicht z.B. nach dem verwendeten Protokol. Außerdem zeigt es den Programmnamen und den User an, welcher das Programm ausführt.

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Funktion von Anacron unter Ubuntu

Cron ist ein Taskplaner. Mit ihm kann man festlegen, zu welchen Zeiten eine bestimmte Aufgabe ausgeführt werden soll, bzw. zu welcher Zeit ein ebestimmtes Programm gestartet werden soll. Wenn der Computer zu dieser Zeit jedoch nicht angeschaltet ist, dann wird die Aufgabe auch nicht ausgeführt.

Dieses Problem behebt Anacron. Bei Anacron wird nur festgelegt, dass eine Aufgabe täglich, wöchentlich oder monatlich ausgeführt werden soll und nicht zu einer bestimmten Uhrzeit.
Doch wann führt Anacron Aufgaben aus wenn der Computer 24/7 läuft? Und was passiert wenn ein Programm eine Aufgabe für Anacron anlegt, Anacron aber gar nicht installiert ist?

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Podcastverwaltung mit Ubuntu Server und Podget

Wer gerne Podcasts hört und diese zuhause auf seinem Rechner archiviert möchte dies auch gerne automatisiert tun. Langezeit habe ich dafür gPodder benutzt. Seit auf meinem Homeserver Ubuntu Server und nicht mehr die Desktopversion läuft funktioniert das aber nicht mehr.
Allen denen es genauso geht möchte ich den Kommandozeilenpodcatcher Podget empfehlen.

Das Programm lädt automatisch per Cronjob neue Podcasts herunter und erstellt eine Playlist mit den neuen Folgen. Ausserdem lässt sich das Programm ganz einfach über zwei Dateien konfigurieren.
Das Programm gibt es in de Paketquellen und kann so einfach über „sudo apt-get install podget“ installiert werden.

Unter „/home/BENUTZERNAME/.podget“ gibt es nun zwei Dateien die einfach mit dem Texteditor bearbeitet werden.
in der „podgetrc“ wird das Verhalten, der Speicherort für Dateien usw. festgelegt,
in der „serverlist“ werden die Feeds der Podcasts, deren Name und wie der Ordner heißt in dem sie gespeichert werden festgelegt.

Um das Herunterladen zu automatisieren muss ein Cronjob erstellt werden mit „crontab -e“.
Hier am Ende z.B. die Zeile „0 15 * * * /usr/bin/podget -s“ einfügen und es wird täglich um 15:00 Uhr nach neuen Podcasts gesucht.

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