Im Jahr 2010 habe ich diesen Blog gegründet, damals unter der Domain optimox.de. 2015 kam die “Umfirmierung” zur seriöseren Domain techgrube.de. In dieser Zeit hat der Blog mehrere verschiedene Hoster gesehen.

Anzeige:

Seit einigen Jahren läuft techgrube.de und einige andere Projekte von mir auf einem virtuellen Server um den ich mich selbst kümmere. Ursprünglich habe ich mich aus Neugier und Spaß an der administrativen Tätigkeit dafür entschieden. Mittlerweile würde ich die für die Administration des Servers genutzte Zeit lieber anderweitig verwenden. Die tatsächlich aufgewendete Zeit ist dabei nicht einmal das Problem. Vielmehr stört mich, dass der Server entscheidet wann er Aufmerksamkeit will und nicht ich. Wartungsaufgaben nehmen wenig Rücksicht auf Urlaub oder den gemütlichen Fernsehabend.

Also habe ich vor einiger Zeit entschieden, den Blog wieder auf ein Shared-Hosting-Paket umzuziehen. Das Ergebnis war eine katastrophale Performance mit Ladezeiten bis zu 10 Sekunden. Also, Kommando zurück. Nun laufen meine Blogs wieder auf meinem Server und der Vertrag hat sich um ein weiteres Jahr verlängert. Also habe ich mir vorgenommen die gewonnene Zeit zu nutzen um mich ein wenig auf dem Hostingmarkt umzuschauen, um diesmal eine bessere Entscheidung treffen zu können.

Meine Wünsche und Anforderungen

Um die Entscheidung nicht direkt wieder zu bereuen, habe ich mir Gedanken über meine Anforderungen und Wünsche gemacht, die ich an ein Hostingangebot für WordPress habe.

Zwingend ist eigentlich nur, dass die Reaktions- und Ladezeiten nicht spürbar schlechter werden. Und zwar ohne Tricks wie Caching-Plugins oder der Einsatz von CDNs. Statische HTML-Seiten schnell ausliefern kann schließlich jeder. Bei allen anderen Anforderungen bin ich durchaus kompromissbereit.

Folgende Daten habe ich mir angeschaut.

Ladezeit

Die Ladezeit ist für mich das wichtigste Beurteilungskriterium. Wenn die Webseite langsam lädt und BesucherInnen möglicherweise die Geduld verlieren, spielen die anderen Features schließlich auch keine Rolle mehr. Um die Leistungsfähigkeit des Webhostings beurteilen und vergleichen zu können, brauchte ich eine vergleichbare Ausgangssituation und Tools, die die Ladezeit testen.

Also habe ich eine identische Kopie von techgrube.de auf jeden Webspace hochgeladen. Anschließend habe ich mit folgenden Tools die Ladezeiten geprüft.

Prüfung der Ladezeit mit StatusCake

Über einen Zeitraum von einer Woche wurde jede halbe Stunde die Ladezeit mit StatusCake geprüft. In der kostenlosen Version von StatusCake wird die Prüfung immer von einem zufälligen Standort aus vorgenommen. Das Land kann man nur in den kostenpflichtigen Tarifen auswählen.

Das Laden einer in Deutschland gehosteten Seite aus den USA oder Kanada dauert naturgemäß meistens länger als ein Aufruf aus Deutschland. Wenn die Seite nur aus Deutschland aufgerufen würden, wären die Ladezeiten wahrscheinlich etwas geringer. Das ändert aber nichts an der Vergleichbarkeit der Zahlen. Schließlich werden alle Dienste gleich geprüft.

Anzeige:

Prüfung der Ladezeit mit Pingdom

Ich habe in unregelmäßigen Abständen die Ladezeit der Seiten mit Pingdom geprüft und die Zeiten notiert. Ebenfalls über einen Zeitraum von einer Woche. Ich habe immer den Serverstandort Frankfurt gewählt und immer den besten, den schlechtesten und den Durchschnittswert angegeben.

Backups

Wenn man hunderte oder tausende Stunden in eine Webseite steckt, wäre der Verlust eine Katastrophe. Dementsprechend wichtig sind Backups. Außerdem sind meiner Meinung nach Backups nur dann richtige Backups, wenn diese an mindestens zwei unterschiedlichen Stellen gespeichert werden. Ich habe mir angeschaut ob und wie die Hoster einen hierbei unterstützen, oder evtl. sogar ganz die Arbeit abnehmen.

Statistiken

Häufig benötige ich keine umfangreichen Statistiken, wie sie von Matomo oder Google Analytics. bereitgestellt werden. Trotzdem möchte ich gerne wissen, welche Beiträge am häufigsten aufgerufen werden. Dafür reichen beispielsweise Tools wie AWStats, die die Logfiles des Webservers auswerten.

Da es sich bei den in den Logfiles gespeicherten IP-Adressen um personenbezogene Daten handelt, müssen diese vor der Auswertung anonymisiert werden. Ansonsten würde man nach DSGVO für die Auswertung der Daten die Einwilligung der BesucherInnen benötigen, was natürlich unrealistisch ist. Darum habe ich mir auch diesen Punkt angeschaut.

IPv6

Mir ist klar, dass es in der Praxis nicht wirklich einen Nachteil darstellt wenn die Webseite nur über IPv4 erreichbar ist. Trotzdem empfinde ich es als nicht mehr zeitgemäß heutzutage einen Dienst im Internet ausschließlich über IPv4 zugänglich zu machen. Daher habe ich geprüft ob die Webseite auch via IPv6 erreichbar ist.

Welche Anbieter habe ich mir angeschaut und warum?

Ich habe mir folgende Anbieter und Tarife angeschaut.

  • Netcup Webhosting 2000 (derzeit 2,99€) und Netcup Webhosting 8000 (derzeit 9,74€). Preise pro Monat, Vertragslaufzeit 1 Jahr.
  • Raidboxes Starter (17,85€/Monat pro WordPress Installation (15€ + 19% Ust.)). Kann monatlich gekündigt werden
  • Uberspace (Preis kann selbst gewählt werden, empfohlen werden 10€/Monat). Kann monatlich gekündigt werden.
  • All-inkl.com, Premium, 9,95€/Monat. Rabatte bei längerer Vertragslaufzeit.
  • 1blu Performance Paket M (8,90€). Einrichtungsgebühr 6,90€, Vertragslaufzeit 3 Monate.
  • WP-Projects.de Hosting Plus 2.0 (9,90€/Monat), monatlich kündbar.
  • PixelX – Cloud-Webhosting Testaccount, Normalpreis 3,90€-19,99€ pro Monat. Monatlich kündbar.
  • Hetzner, Webhosting Level 9, 9,90€/Monat, monatlich kündbar.

Die Auswahl ist mehr oder weniger willkürlich erfolgt. Entweder weil ich Gutes gehört habe, oder weil ich in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit einem Anbieter gemacht habe.

Eigentlich wollte ich mir auch Pakete von 1&1 Ionos, Hosteurope und Domainfactory anschauen. Bei beiden Anbietern ist aber immer nur ein SSL-Zertifikat inklusive. Möchte man weitere Projekte auf dem Webspace laufen lassen und mit einer Transportverschlüsselung versehen, muss man beim Hoster zusätzliche Zertifikate kaufen, zum Preis von 3€/Monat oder mehr. Das gleiche Spiel läuft bei Strato (4€/Monat/Zertifikat + 5€ Einrichtung).

Ein SSL-Zertifikat ist heute Pflicht und nicht mehr optional. Das sieht sogar Strato so, Zitat von der Strato-Webseite “SSL: Ein Muss für seriöse Websites!“. Somit sollten bei einem Webhosting-Angebot mindestens so viele SSL-Zertifikate inkludiert sein, wie Domains inklusive sind. Alles andere ist heutzutage indiskutabel.

Hinzu kommt, dass die Zertifikate bei den genannten Anbietern immer für 1 Jahr im Voraus bezahlt werden müssen. Somit schlägt jede zusätzliche Webseite oder WordPress-Installation direkt mit mindestens 36€ zu Buche (Strato 48€/Jahr+einmalig 5€). Sorry. In Zeiten wo ich kommerzielle DV-Zertifikate für 6€/Jahr kaufen kann, oder bei Let’s Encrypt kostenlos bekomme, ist sowas Abzocke. Leute, was ist nur mit euch los?

Anzeige:

Mein Referenzwert – Netcup Root-Server RS 1000

Derzeit laufen meine Blogs auf einem Virtuellen Server von Netcup. Ich bin seit vielen Jahren sehr zufriedener Kunde von Netcup, nicht nur mit diesem Server. Gerade mit der Root-Server Produktreihe bin ich sehr zufrieden.

Durch die KVM-Virtualisierung merkt man kaum dass man auf einer virtuellen Maschine ist. Man kann eigene Kernelmodule oder Kernel installieren. Es werden Minimalinstallationen von Ubuntu, Debian etc angeboten, ohne Plesk oder ähnliches. Man kann sogar beliebige eigene ISO-Dateien hochladen und das Betreibssystem davon installieren. Außerdem lassen sich manuelle Snapshots des Servers erstellen. Eine tolle Sache, die die Angst vor Änderungen an der Konfiguration nimmt, da man jederzeit den vorherigen Zustand wiederherstellen kann.

Diese Produktreihe kann ich wirklich bedingungslos weiterempfehlen.

Als Webserver nutze ich folgendes Produkt und Software:

  • Produktname “Root-Server RS 1000”
  • 2 dedizierte CPU-Kerne
  • 6GB RAM
  • 40GB SSD
  • Betriebssystem Ubuntu Server 18.04
  • Webserver: Nginx, PHP 7.2, Opcache

Pingdom Ladezeiten:

  • Bester: 0,635 Sekunden
  • Schlechtester: 2,58 Sekunden
  • Durchschnitt: 1,09 Sekunden

Die einzelnen Tests im Detail

Zum Test: Netcup Webhosting 2000 und Webhosting 8000

Zum Test: WordPress-Hosting mit dem Raidboxes Starter-Paket

Zum Test: WordPress-Hosting mit Uberspace

Zum Test: All-inkl.com Premium Paket

Zum Test: WordPress auf dem 1blu Performance Paket M

Anzeige:

Zum Test: WP-Projects.de Hosting Plus 2.0

Zum Test: PixelX Cloud Webhosting [Beitrag folgt]

Zum Test: Hetzner Webhosting [Beitrag folgt]

Gesamtfazit

Fazit folgt, wenn alle Beiträge fertig und veröffentlicht sind.

Anzeige:
Raspberry Pi 4 Model B 4 GB Kit mit 32GB Micro SD-Karte, USB-C EIN/Aus-Schaltnetzteil, Kühlkörper, Micro HDMI-Kabel, Gehäuse
Preis: EUR 119,99
(Stand von: 21.09.2019 11:44 - Details
×
Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.
)
1 neu von EUR 119,990 gebraucht
  • ★Enthält Raspberry Pi 4 Modell B 1,5 GHz 64-Bit-Quad-Core-Prozessor mit 4GB LPDDR4-3200 SDRAM. Das Raspberry Pi 4 Kit von LABISTS enthält den Raspberry Pi 4 und alles, was Sie brauchen, um innerhalb von Minuten in der aufregenden Welt des Raspberry Pi einsatzbereit zu sein
  • ★Der Raspberry Pi 4 ist mit Gigabit-Ethernet sowie Dual-Band 2,4 GHz und 5 GHz IEEE 802.11./ AC WLAN, Update Bluetooth 5,0 ausgestattet. Power over Ethernet (PoE) aktiviert (erfordert separate PoE-HAT)
  • ★Der Raspberry Pi 4b verfügt über eine verbesserte USB-Kapazität. Neben zwei USB-2-Anschlüssen finden Sie zwei USB-3-Anschlüsse, über die Daten bis zu zehnmal schneller übertragen werden können. 32 GB Class 10 SanDisk Micro SD Karte mit vorinstalliertem NOOBS, ist Raspberry Pi 4 set mit Raspbian einfach zu starten. Ausgestattet mit USB MicroSD-Kartenleser kompatibel mit USB-A & USB-C
  • ★Aufgrund des höheren Strombedarfs benötigt der Raspberry Pi 4 ein 3,0A USB-C Netzteil. Das in diesem Raspberry Pi Kit enthaltene USB-C-Netzteil mit praktischem Ein- / Ausschalter wurde speziell für den Raspberry Pi 4 entwickelt und getestet. Das LABISTS Raspberry Pi 4 Starter Kit enthält ein hochwertiges 4K60P-Micro-HDMI-zu-HDMI-Kabel, um die beste Unterstützung für die Auflösung der Ausgabeanzeige zu gewährleisten
  • ★Enthält ein Premium schwarzes Gehäuse für den Raspberry Pi 4 B Starter Kit mit leichtem Zugang zu allen Anschlüssen, abnehmbare Abdeckung für Zugriff auf GPI0 und Belüftungsöffnung, sowie ein Set mit 3 Premium Kupfer Kühlkörper und einer Ventilator, um den Pi 4 kühl zu halten

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Die Angabe von Name oder Webseite ist optional. Weitere Informationen: siehe Datenschutzerklärung

Please enter your name here