Linux Terminal Hotkeys

Terminal Shortcuts Beitragsbild

Wer intensiver mit Linux Betriebssystemen arbeitet wird an der Kommandozeile nicht vorbei kommen. Und mit der Zeit wird man sich sicherlich mit ihr anfreunden. Bei der Arbeit mit grafischen Benutzeroberflächen wechselt man mit der Hand ständig zwischen Maus und Tastatur. Die Kommandozeile wird aber nur mit der Tastatur bedient. Was liegt also näher als sich das Leben mit dem Terminal weiter zu erleichtern indem man verschiedene Tastenkombinationen nutzt.

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Einige Tastenkombinationen gehen einem schnell in Fleisch und Blut über, wie z.B. Strg +c zum abbrechen von Skripten. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Hotkeys, die nicht so gängig sind und deren Vorhandensein ich auch durchaus schon vergessen habe.

Aus diesem Grund schreibe ich nun diesen Notizzettel mit Tastenkombinationen für das Linux Terminal. Untenstehende Shortcuts haben bei mir mit einer BASH im Gnome-Terminal und Tilix funktioniert.

Terminal Hotkeys in der Übersicht

Strg + c bricht den gerade laufenden Befehl, oder das gerade laugfende Skript ab.
Strg + d Schließt das Terminal-Fenster. Entspricht dem Befehl exit.
Strg + l Leert das Terminal-Fenster. Entspricht dem Befehl clear
Strg + u Löscht alle Zeichen vom Zeilenanfang bis zur aktuellen Cursorposition
Strg + k Löscht alle Zeichen von der aktuellen Cursorposition bis zum Zeilenende
Strg + r Durchsucht die Bash-History nach bereits verwendeten Befehlen. Ein gefundener Befehl wird mit Return ausgeführt, oder mit ALT+Return in die Kommandozeile übernommen ohne ihn auszuführen
Strg + p (oder Pfeil nach oben) Scrollt in der Bash-History zurück
Strg + n (oder Pfeil nach unten) Scrollt in der Bash-History vorwärts
TAB Tab-Completion. Vervollständigt Befehle, Dateinamen oder Pfade wenn nur die ersten Zeichen eingegeben wurden.
Strg + Umschalt + c Markierten Text in die Zwischenablage kopieren
Strg + Umschalt + v Test aus der Zwischenablage in das Terminal einfügen.

Dass man den Cursor mit den Pfeiltasten vor- und zurück bewegen kann, ist man auch aus anderen Programmen gewohnt. Auf der Kommandozeile kann der Cursor mit Terminal Hotkeys noch sehr viel flexibler bewegt werden.

Alt + b Bewegt den Cursor um ein Wort nach links
Alt + f Bewegt den Cursor um ein Wort nach rechts
Strg + a (oder Pos1) Bewegt den Cursor an den Zeilenanfang
Strg + e (oder Ende) Bewegt den Cursor an das Zeilenende

Dieser Text ist lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.
Titelbild von Geralt / Pixabay unter Creative Commons CC0

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Aktualisiert am 18. Oktober 2018 um 6:26 . Preise können sich geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

6 Kommentare

  1. Danke für die Liste! Eine Sache ist mir aufgefallen: STRG+D ist meines Wissens nach “EOF”. Dadurch wird zwar das Terminal auch geschlossen, aber in vielen Skripten, die auf EOF als Eingabe warten, hat es doch eine andere Bedeutung.

  2. Ich kenne auch Ctrl-D als EOF bzw. Ende-der-Eingabe.

    Das ist praktisch, wenn man ein Programm gestartet hat, in das man üblicherweise einen Eingabestrom umleitet, wie sed, wo man `echo “…” | sed ‘…’ aufruft, die dann einen interaktiven Modus starten:

    sed -r 's/([a-z]+)([-.]?)([0-9]*)/\1 \2 \3/'
    asdf.45
    asdf . 45
    asdf-45
    asdf - 45
    a.5
    a . 5
    a.-5
    a . -5

    Da kommt man zwar auch mit Ctrl-c raus, aber Ctrl-d ist die nette Art zu sagen, man habe fertig.

    Nützlich, wenn man eigentlich einen Dateinamen angeben wollte, wie in `sed “BEFEHLE” FILE`, aber den FILE vergessen hat. Andere solche Programme sind grep, bc, less, sort und viele mehr.

    Bei sort wird der Unterschied deutlich:


    sort
    abc
    def
    ak
    ^C

    Das Ctrl-C sagt sort, dass man es sich anders überlegt hat.

    sort
    abc
    def
    ak (CTRL-d)
    abc
    ak
    def

    Ctrl-d (erscheint so nicht in der Ausgabe) sagt dem Programm, dass die Eingabe jetzt fertig ist, und sort tut dann auch seinen Job und sortiert, statt abzubrechen.

    Und noch eine Kleinigkeit:

    Die Kommandozeile wird aber nur mit der Tastatur bedient.

    Das stimmt so nicht. Ich arbeite viel mit der Maus in der Kommandozeile, und zwar copy’n’paste. Einen Text markieren mit der Maus, dann an der Cursorposition ein Mittelklick, und der markierte Text wird da eingefügt. Gerade mit der Tastatur kommt man ja an alten Output auf dem Screen nicht ran. Auch der Transfer von/zu grafischen Programmen geht so, also etwa einen Text im PDF markieren, in der shell

    grep foobar "

    schreiben, hinter den Anführungszeichen klicken um den Text einzufügen, Anführungsstriche zu und Enter.


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