Flameshot – Screenshot-Tool mit Bearbeitungsfunktion

Flameshot Beitragsbild

Ich erstelle recht häufig Screenshots. Nicht nur für diesen Blog, sondern generell um Dinge zu dokumentieren. Mit dem bekannten Tool Shutter konnte ich mich nie anfreunden. Daher habe ich immer das doch sehr beschränkte Gnome-Bildschirmfoto genutzt. Um anschließend Dinge zu markieren, habe ich GIMP genutzt. Ein etwas umständlicher Workflow, an den ich mich aber gewöhnt hatte.

Anzeige:

In der c’t 04/2018 wurde ein Werkzeug zum Erstellen von Screenshots unter Linux vorgestellt, das mich sehr neugierig gemacht hat. Es handelt sich um Flameshot.

Das Projekt selbst ist Open Source und auf Github zu finden. Zur Installation unter Ubuntu kann ein inoffizielles Repo von Launchpad eingebunden werden, dem man natürlich vertrauen muss. Von dort kann auch ein .deb Paket direkt heruntergeladen und installiert werden. Arch Nutzer finden Flameshot im AUR.

Nach dem Start nistet sich Flameshot als kleines Tray-Icon in der Leiste des von mir genutzten Cinnamon-Desktops ein. Mit einem Klick auf das Icon können direkt Screenshots von einem ausgewählten Bereich erstellt werden.

Flameshot

Anschließend öffnet Flameshot den Screenshot ohne ihn direkt zu speichern. Hier werden einem eine Vielzahl von Bearbeitungsmöglichkeiten angeboten. So kann man beispielsweise Pfeile oder Linien zeichnen. Elemente zensieren oder mit einem Rahmen hervorheben uvm. Nur eine Möglichkeit Text einzufügen gibt es leider nicht. Das ist allerdings auch eine Funktion die ich nur selten benötige.

Mit Flameshot kann ich Screenshots in einem Arbeitsschritt erstellen für die ich bisher mehrere Schritte und mehrere Programme benötigt habe. Außerdem finde ich das Programm optisch ansprechend. Die Farbe der Buttons lässt sich ändern und passend zum eigenen System gestalten.
Für mich bleibt Flameshot daher weiterhin in der digitalen Werkzeugkiste.


Dieser Text ist lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.
Anzeige:
Hacking & Security: Das umfassende Handbuch
Hacking & Security: Das umfassende Handbuch
Preis: € 49,90 Prime
(14 Bewertungen)
Jetzt auf Amazon kaufen
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Aktualisiert am 18. Oktober 2018 um 4:46 . Preise können sich geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

4 Kommentare

  1. Ich kann mich mit Shutter auch nicht besonders anfreunden, besonders wenn man es startet “um mal schnell” einen Screenshot zu erstellen und es vorher gefühlte 2 Minuten ein Auto-Update aller Plugins durchführt.
    Daher verwende ich mittlerweile meist Spectacle, das KDE Standard Screenshot Tool.
    Was ich aber bei allen Shutter Alternativen vermisse, ist die “Upload” Funktion, mit welcher ein Bild schnell und unkompliziert auf einer Bildplattform hochgeladen und dann via Link geteilt werden kann.

    • Flameshot kann Screenshots auch direkt zu imgur.com hochladen gibt den Link dazu aus. Habe ich aber nicht getestet, da ich diese Funktion bisher noch nicht benötigt habe.


Die Angabe eines Namens oder einer Webseite ist optional. Weitere Informationen: siehe Datenschutzerklärung